Sehenswuerdigkeiten auf Kreta  
   
 

Knossos

Knossos ist die wichtigste archaeologische Ausgrabungsstaette von Kreta und befindet sich fuenf Kilometer entfernt suedoestlich von Heraklion. Es wird definiert als die bedeutendste Erinnerung an die minoische Zivilisation die auf Kreta entdeckt wurde. Der majestaetische Palast von Knossos war im Besitz von Minos, dem Sohn von Europa und Zeus, und von dem mythischen Minotaurus der im Labyrinth wohnte, ein sehr komplizierter Bau wo es beinahe unmoeglich war ohne sachkundige Fuehrung hindurch zu finden.

Knossos war das Zentrum der minoischen Zivilisation in der Zeit von 2.000 – 1.000 v. Chr. Auf diese Zeit wird der groesste Palast vom minoischen Kreta lokalisiert und er war erbaut auf den Ueberresten einer aelteren und ausgedehnten neolithischen Stadt. Der Palast selber auf einer Groesse von 20.000 mē hatte keine Mauern und war umgeben von der ganzen Stadt.

Der Palast von Knossos durchlebte ebenso wie die anderen minoischen Palaeste zwei architektonische Phasen, die Periode der Alten Palaeste die ungefaehr 1.700 v. Chr. zerstoert wurden und die Periode der Neuen Palaeste, welche ebenfalls  zerstoert wurden 1.450 v.Chr.. Speziell in Knossos, wo der Schaden weniger zerstoererisch war ging das Leben noch weiter bis 1.400 v. Chr. als der Palast durch ein Feuer komplett vernichtet wurde.

Der Erste, der ueberhaupt in Knossos gegraben hat, war 1878 Minos Kalokairinos. Aber es war Arthur Evans, welcher 1894 auf Kreta ankam, der den Palast entdeckte. Er begann die Ausgrabungen 1900 und arbeitete dort 35 Jahre.
Knossos blieb eine der maechtigsten Staedte des dorischen Kretas waehrend der historischen Periode. Im 3. Jahrhundert v. Chr. schlossen sie ein Buendnis mit den meisten kretischen Staedten gegen Lyttos, denn diese Stadt hatte versucht, sein Streben nach Vergroesserung zu beenden. Es ist interessant, dass waehrend dieser Periode die Muenzen noch immer das Labyrinth auf der einen Seite zeigten.

Sie koennen die beruehmte antike Stadt mit seinen Palaesten anschauen, beginnend mit dem Westhof, ein steinbedeckter Platz, der an der Rueckseite durch die monumentale Westmauer des Palastes und drei runden Depots begrenzt ist. Vom Suedeingang fuehrt eine breite Treppe zum ersten Saal, dem Saal der Steine. Der Suedeingang befindet sich im Suedosten mit einer Kopie des Wandgemaeldes vom „Lilienprinzen“.

Der Mittelpunkt des Palastes befindet sich im Zentralhof beim Suedeingang und er ist unterteilt in drei Sektoren. Im Westfluegel, an der Nordseite, ist der Raum in dem sich der Thron befindet, welcher eine Halle und einen Hauptraum beinhaltet. In diesem Raum wurde der Original Steinthron entdeckt.
        
An der Rueckseite, im Norden von den Ueberresten des Tempels war die Schatzkammer, wo viele kostbare Objekte entdeckt wurden, inklusive der beiden sehr bekannten Schlangengoettinnen. Hinter dem steinbedeckten Hof des Temples koennen Sie immer noch zwei der Krypten sehen. Jede Krypta hatte fuer lange Zeiten das Symbol der Doppelaxt getragen. Es wird angenommen, dass das eine Art war zur Verehrung der Goetter ohne diese zu personalisieren. Die Westseite ist auf seiner Rueckseite vervollstaendigt mit einer Reihe von 18 engen langen Lagerraeumen, welche voll gefuellt mit Kruegen entdeckt wurden. Auf ihren Boeden standen eckige Toepfe die sehr wahrscheinlich fuer wertvolle Objekte genutzt wurden. Die Lagerraeume waren durch eine Halle getrennt von den Verehrungsraeumen.
Im Ostfluegel des Palastes sind die Koeniglichen Raeume. Der Eingang geht durch eine grosse Halle. Am Ende des Durchgangs oeffnet sich ein Weg und dahinter ein grosser Raum, der Raum der Doppelaexte, benannt nach den verehrten Symbolen, die Sie an den Waenden sehen koennen. Dieser Raum ist verbunden mit der Haupthalle des koeniglichen Palastes inklusive des Thrones an der Suedwand. Daneben fuehrt ein Weg zu den Raeumen der Koenigin, der dekoriert ist mit den Wandmalereien der beruehmten Delphine. Weitere verschiedene interessante Raeume finden Sie im suedlichen Teil des Ostgelaendes, wie der kleine eckige Tempel der Doppelaexte im Sueden.

An der Nordseite des oestlichen Fluegels befinden sich die Werkstaetten und Vorratskammern. Eines ist erkennbar als Keramikwerkstatt und etwas weiter oestlich ist ein Vorratsraum mit riesigen Kruegen, welche zu einem Teil der Vorratsraeume des alten Palastes gehoerten. Der Osteingang ist gestaltet durch den oestlichen Wall, der wie eine Burg aussieht, das Tal des Kairatonflusses ueberblickend.

Ausserhalb des Palastes war das Theater mit eckigem steinbedeckten Gelaende und ist wie ein Amphitheater gestaltet mit Sitzen auf seinen beiden Seiten, welches oberhalb der Vereinigung eine Konstruktion zeigt, was aussieht wie VIP-Sitze. Wenn Sie das Theater verlassen, fuehrt Sie ein steingepflasteter Weg, die koenigliche Strasse, zu einem kleinen Palast an der Nordwestseite des grossen Palastes.

Der kleine Palast, wahrscheinlich erbaut am Ende der neolithischen Aera, ist errichtet mit einem Vordereingang aus Saeulen, einem Hauptraum mit steinbedecktem Hof auf seiner Vorderseite, einer Abfallzisterne, einem Tempel und einer unterirdischen Krypta. Es handelte sich um ein zweistoeckiges Gebaeude.
Der koenigliche Platz, nordoestlich vom grossen Palast, war ebenfalls ein zweistoeckiges Gebaeude. Es wird angenommen, dass es ebenfalls am Ende der neolithischen Aera erbaut wurde und es war wahrscheinlich ein Teil des grossen Palastes. Im Hauptraum des Palastes stand ein Steinthron.
Wenn Sie einen Kilometer Richtung Sueden gehen, koennen Sie das koenigliche Grab sehen, eine zweistoeckige Konstruktion mit einem Hauptraum aus Saeulen, der das Design jener Zeit widerspiegelt. Es wird vermutet, dass die obere Etage, wo die grossen Steinhoerner gefunden wurden, ein Tempel zur Verehrung des Todes war.
Knossos war das Herz der minoischen Zivilisation. Es ist auch zu finden als Ko-no-so in Schriften des 14. Jahrhunderts.



     

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